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veröffentlicht am 21.06.2013

Großes Interesse am Integrationsprojekt

Taunusstein will Migrantinnen fürs Eherenamt gewinnen

Taunusstein – (MRM) Großes Interesse verzeichnete die Auftaktveranstaltung für das Projekt „Integration durch Sport in die Gesellschaft“, die in der Aartalhalle in Neuhof stattfand. Dieses Projekt, bei dem die Ausbildung von Migrantinnen zu Übungsleiterinnen im Mittelpunkt steht, wird federführend durch den Sportkreis Rheingau-Taunus und den Turngau Mitteltaunus getragen. Dazu konnten der Vorsitzenden des Sportkreises und des Turngaus Manfred Schmidt und Rolf Byron eine Reihe von Ehrengästen und zahlreiche Vertreter von Vereinen begrüßen.
Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt zeigte sich erfreut über das große Interesse. Sein besonderer Gruß galt Taunussteins Bürgermeister Michael Hofnagel, Sportamtsleiter Karl-Heinz Cramer, den Landtagsabgeordneten Marius Weiß , Lothar Räcke (Hess. Innenministerium) sowie Volker Rehm und Frank Eser vom Landessportbund Hessen (lsb h) begrüßen. Er wies darauf hin, dass das Integrationsprojekt im Jahr 2009 in Idstein und Aarbergen ins Leben gerufen worden sei. Jetzt wolle man dieses u.a. auf Taunusstein und den Rheingau ausdehnen. „Wir wollen bei unserer Projektarbeit durch Sprachausbildung Kompetenz und Sicherheit vermitteln, die Erlangung von interkulturellem Wissen fördern und die Sensibilisierung unserer Vereinsmitarbeiter in Sachen Integration erhöhen und eine Überwindung bestehender Vorbehalte auf beiden Seiten abbauen.“ Dazu sei eine umfassende Vernetzung mit den Kommunen, Verbänden und anderen Institutionen notwendig.
Hofnagel erklärte, dass er die Rolle des Gastgebers sehr gerne übernommen habe und sagte seine volle Unterstützung für dieses „tolle Projekt“ zu. In der Taunussteiner Bevölkerung (29.200 Einwohner) hätten 19,1% einen Migrationshintergrund. Die ausländischen Mitbürger kämen aus 99 Nationen, wobei die Türken die stärkste Gruppe stellten. Er wünschte dem Projekt viel Erfolg
Byron ließ in seiner folgenden Präsentation das Projekt und die zahlreichen Veranstaltungen bis hin zum Überreichen der Übungsleiterzertifikate Revue passieren. Er unterstrich, dass man in Taunusstein schon viele Kontakte geknüpft habe. Oberstes Ziel sei es, die Migrantinnen zur „Botschafterinnen der Bewegung“ in ihrer Community zu machen.
Volker Rehm, Referent für Integration beim lsb h bescheinigte dem Sportkreis und dem Turngau, dass bis dato hervorragende Arbeit geleistet worden sei. Er zeigte auf, dass der lsb h zahlreiche Stützpunkte betreibe und den Vereinen vielfältige Unterstützung anbiete – von interkulturellen Schulungen für Übungsleiter über kostenlose Beratung bis hin zu finanziellen Zuschüssen anbiete.
Nachdem die Projektverantwortlichen eine Reihe von Fragen beantwortet hatten, erläuterte Byron die weitere Vorgehensweise. Geplant sind in den nächsten Wochen und Monaten u.a. interkulturelle Schulungen, spezielle Sportangebote für Migrantinnen, die Teilnahme an diversen Veranstaltungen und der weitere Ausbau des Netzwerkes. Unser wichtiges Ziel ist es, Frauen mit Migrationshintergrund für die Ausbildung zu Übungsleiterinnen zu gewinnen“, machte Byron deutlich.
In seinem Schlusswort rief Schmidt dazu auf, das Projekt gemeinsam voranzubringen. Da man schon eine Reihe von Partner gewonnen habe, sei er sehr zuversichtlich.


Der Vorsitzende des Turngaus Mitteltaunus Rolf Byron (l.) stellte das Projekt „Integration durch Sport in die Gesellschaft“ vor. Aufmerksame Zuhörer sind u.a. Taunussteins Bürgermeister Michael Hofnagel (1. Reihe 3.v.l.) und der Vorsitzende des Sportkreises Rheingau-Taunus Manfred Schmidt (rechts daneben).                                  Foto: MRM

 siehe auch Wiesbadener Kurier 21.6.2013
 
 
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