« zurück zur Übersicht
veröffentlicht am 12.06.2015

Manfred Schmidt bleibt Sportkreisvorsitzender

Sportkreistag 2015

Manfred Schmidt bleibt Sportkreisvorsitzender


Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt (am Rednerpult) konnte zum Sportkreistag in Bad Schwalbach zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter auch den Präsidenten des Landessportbundes Hessen Dr. Rolf Müller (l.).  Foto: MRM

Bad Schwalbach/Rheingau-Taunus-Kreis – (MRM) In großer Harmonie verlief der Sportkreistag des Sportkreises Rheingau-Taunus, der in der Cafeteria des Kreishauses stattfand. Der Sportkreis-Vorsitzende Manfred Schmidt und seine Vorstandskollegen wurden von den Delegierten einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Damit können die Verantwortlichen des Sportkreises die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre auch in der nächsten Wahlperiode fortsetzen.
Der Sportkreis-Vorsitzende Manfred Schmidt konnte zum Sportkreistag Vertreter von 60 Mitgliedsvereinen und acht Fachverbänden begrüßen. Zudem galt sein besonderer Gruß den zahlreichen Ehrengästen: dem Hessischen Minister des Innern und für Sport Peter Beuth, dem Präsidenten des Landesportbundes Hessen (lsb h) Dr. Rolf Müller, Burkhard Albers (Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises), Petra Müller-Klepper, Marius Weiß (beide MdL), Jürgen Gerndt, Richard Hiltmann (beide Sportkreis-Ehrenvorsitzende), Helmut Herrmann (Geschäftsführer des KSB Saale-Orla), Peter Dinkel, Norbert Möller (Mitglieder des Beirats der Sportkreise) sowie mehreren Bürgermeistern aus der Region.
„Der Sportkreisvorstand ist ein tolles Team, das hervorragende Arbeit leistet“, betonte Landrat Albers in seinem Grußwort. Als Beispiele nannte er die Themen Flüchtlinge und Integration. „Hier geht der Sportkreis mit gutem Beispiel voran.“ Dr. Rolf Müller bezeichnete die Fusion der ehemaligen Sportkreise Untertaunus und Rheingau zum Sportkreis Rheingau-Taunus als gelungen. Er zeigte auf, dass es zwei Bilder des Sports gebe, nämlich Kommerz und Ehrenamt. Dabei gerate das Ehrenamt häufig aus dem Blickfeld, obwohl hier 40 Millionen Stunden in einem Gegenwert von 30 Mrd. Euro geleistet würden. „Ehrenamtliche Tätigkeit wird meist als selbstverständlich angesehen, doch wir müssen das mehr in Bewusstsein rufen“, so der lsb h-Präsident, der zudem in Erinnerung rief, dass der Sport in Hessen Verfassungsrang besitze. Dieser Anspruch müsse mit Leben erfüllt werden. „Sport ist eine verpflichtende Aufgabe“, erklärte Dr. Müller. „Deshalb dürfen wir nur mit dem Sport sparen, aber nicht am Sport!“
Sportminister Peter Beuth erklärte, dass sich Hessen auch auf Bundesebene als Impulsgeber (z. B. für die Olympiabewerbung) sehe und sich auch bei der Sportförderung sehen lassen könne, denn es würden jährlich 41 Mio. Euro für Sportinfrastruktur und 20 Mio. Euro für den lsb h bereitgestellt. Hinzu kämen erhebliche Mittel der Landkreise, Städte und Gemeinden. Er dankte allen ehrenamtlich Tätigen für die herausragende Arbeit für die Gesellschaft und unterstrich, dass es einen engen Schulterschluss mit dem Sportkreis und seinem Vorsitzenden Manfred Schmidt gebe.
Helmut Herrmann von KSB Saale-Orla zeigte sich erfreut, dass es seit 15 Jahren enge Bande zum Sportkreis Rheingau-Taunus gebe. In den vergangenen Jahren habe man die Zusammenarbeit weiter intensiviert und für dieses Jahr sei die erste Jugendbegegnung in Thüringen geplant. Peter Dinkel bezeichnete Manfred Schmidt als geschätzten Kollegen, der im Beirat der Sportkreise immer gute Ideen einbringe. „Seid froh, dass Ihr ihn habt“, rief er den Delegierten zu. 
In ihren kurzen und prägnanten Rechenschaftsberichten berichteten Schmidt und seine Vorstandskollegen über ihre vielfältige Arbeit in den vergangenen drei Jahren, die von besonderem Teamgeist geprägt gewesen sei. Schmidt zeigte den Delegierten auf, dass der Sportkreis ein wichtiges Bindeglied zwischen lsb h und den Vereinen darstellt. Hohen Stellenwert hatten dabei die Projekte „GIB – Gemeinsam Integration Bewegen“, „Bewegen macht Spaß“, „Schule und Verein“ und die Qualitätsoffensive für den Kinder- und Jugendsport in Kooperation mit der Naspa. Weitere Schwerpunkte der Aktivitäten bildeten die Themenbereiche Deutsches Sportabzeichen, Vereinsberatungen und Fortbildungslehrgänge. Besonderer Beliebtheit erfreut sich seit vielen Jahren die Vortragsreihe mit hochkarätigen Referenten (z. B. Steffi Jones, Sportminister Peter Beuth). Auch beim Thema Flüchtlinge engagierte sich der Sportkreis sehr früh und gab vielfältige Anstöße.
Schmidt konnte erfreut berichten, dass die Zahl der Mitgliedsvereine von 265 im Jahr 2012 auf nunmehr 268 gestiegen sei. Die Zahl der in den Vereinen organisierten Mitglieder stieg in diesem Zeitraum von 71.179 auf 71.433. Zudem konnten Dr. Müller und Schmidt bezüglich der Sportförderung durch den lsb h berichten, dass der Bewilligungszeitraum im Jahr 2016 von bisher 18 auf sechs Monate verkürzt werde.
Die stv. Sportkreisvorsitzende Uschi Ferry erläuterte, dass die Vorstandsmitglieder an Qualifizierungsmaßnahmen teilnahmen, um den Sportkreis fit für die Zukunft zu machen, damit dieser die veränderten gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen kann. Im Rahmen dieser Maßnahmen habe man eine gemeinsame Klausurtagung mit dem Sportkreis Hochtaunus im Rheingau veranstaltet.
Die beiden Jugendwarte Lena Herke und Dorian Massmig konnten erfreut berichten, dass der Sportkreis nunmehr einen kompletten Jugendvorstand habe. Man habe hinsichtlich der Themen für Seminare Vorschläge der Vereinesvertreter aufgegriffen und biete z. B. ein Seminar zum Thema Kindeswohl an. Zudem ist im Spätsommer eine gemeinsame Jugendfreizeit mit dem Partnersportbund Saale-Orla in Thüringen geplant.
Schmidt dankte dem lsb h und den anwesenden Verantwortlichen aus Politik und Sport für die gute Zusammenarbeit. Zugleich appellierte er an die Politiker, die Vereine nicht durch Überregulierung von Vorschriften und Gesetzen oder Gebühren müde zu machen und ihnen zustehende Unterstützungen in Frage zu stellen. „Der Sport ist ein zuverlässiger Partner und nimmt wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahr“, machte er deutlich. „Der Sport ist ein zuverlässiger Partner. Der Sportkreisvorstand wird auch in den nächsten drei Jahren engagiert für den Sport arbeiten.“
Die Kassenprüfer bescheinigten Kassenwartin Ursula Schlott eine „vorbildliche Kassenführung“ und beantragten die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erfolgte. Unter der souveränen Leitung von Dr. Rolf Müller erfolgten die Neuwahlen. Alle vorgeschlagenen Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt: Manfred Schmidt (Vorsitzender), Uschi Ferry, Helmut Heisen (stv. Vorsitzende), Ursula Schlott (Kassenwartin), Christa Porten (Sportwartin), Christina Fuchs (Schriftführerin), Walter Fischer und Jürgen Kröckel (Sportabzeichenobleute), Michael Hoyer (Öffentlichkeitsarbeit), Michael Eismann (Schule/Verein/Jugend) sowie Renate Stübing und Andrea Horne (Referentinnen für das Projekt „GIB“). Die bereits in der Jugendvollversammlung gewählten Jugendwarte Lena Herke und Dorian Massmig wurden bestätigt. Ebenso die beiden Jugendsprecher Celine Honekamp und Jakob Möhn.


Der neugewählte Sportkreisvorstand mit Manfred Schmidt (4.v.l.) an der Spitze stellte sich zusammen mit den Ehrengästen, drunter lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller (l.), der Hessische Minister des Innern und für Sport Peter Beuth und Landrat Burkhard Albers (3.v.r.), zum Gruppenfoto. Foto: MRM
 
Als Delegierte für den XXVII. Ordentlichen Sportbundtag des lsb h wurden Manfred Schmidt, Uschi Ferry, Helmut Heisen und Rolf Byron gewählt, Ersatzkandidaten sind Michael Hoyer, Christina Fuchs, Michael Eismann und Dieter Hertling. Neue Kassenprüfer sind Maik Ohl, Wolfgang Bingel, und Helmut Pfuhl.
Zum Abschluss der Versammlung verabschiedete Schmidt seinen langjährigen Stellvertreter Werner Freimuth, der zusammen mit ihm die Fusion der Sportkreise Untertaunus und Rheingau erfolgreich vollzogen hatte. Freimuth, der sich seit mehr als drei Jahrzehnten in seinem verein, der TG Oestrich-Winkel und im Sportkreis engagiert hatte, zieht sich aus den Ehrenämtern zurück, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Schmidt sprach ihm großen Dank  aus und überreichte ihm zudem ein Präsent. Text: Michael Reitz

Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt (r.) verabschiedete seinen langjährigen Stellvertreter Werner Freimuth, der auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, mit einem Präsent. Foto: MRM

Minister des Innern und für Sport Peter Beuth(l.) beglückwünschte den alten und neuen Sportkreisvorsitzenden Manfred Schmidt zur Wiederwahl. Foto: MRM

Wiesbadener Kurier 13.6.2015, Rheingau Echo 19.6.2015
 
 
 
 
Facebook Account RSS News Feed