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veröffentlicht am 30.10.2017

Persönliches Dankeschön von Sportminister Beuth

Zweite Regionalkonferenz aller Sport-Coaches

Persönliches Dankeschön von Sportminister Beuth


Der Hessische Minister des Innern und für Sport Peter Beuth (hinten mit Mitte) überreichte den anwesenden Sport-Coaches als persönliches Dankeschön ein Polo-Shirt. Foto: MRM
 

Rheingau-Taunus-Kreis/Bad Schwalbach – (MRM) Der Sportkreis Rheingau-Taunus war gemeinsam mit dem Sportkreis Limburg-Weilburg Gastgeber der zweiten Regionalkonferenz aller Sport-Coaches der Kreise Limburg-Weilburg und Rheingau-Taunus. Zu diesem Erfahrungsaustausch kam auch der Hessische Minister des Innern und für Sport Peter Beuth, um den Sport-Coaches persönlich für ihr großartiges Engagement zu danken.
Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt begrüßte, auch im Namen seines Kollegen Günter Habel aus dem Sportkreis Limburg-Weilburg die Sport-Coaches und die Referenten. Sein besonderer Gruß galt dem Hessischen Minister des Innern und für Sport Peter Beuth. Er dankte Beuth dafür, dass das Land die Mittel bereitstellt, die die Arbeit der Kommunen, Vereine und Sport-Coaches erst ermöglichten.
Schmidt dankte zudem Landrat Frank Kilian für die Zusage, dass diese Veranstaltung in der Cafeteria des Kreishauses stattfinden konnte. Zudem überreichte er Kilian, der an diesem Tag Geburtstag hatte, ein kleines Präsent. Als weitere Gäste begrüßte er Sabine Thomas (Koordinatorin für die Sport-Coaches im Sportkreis), Meike Freitag (Hess. Innenministerium), Sabine Schneider (zuständige Mitarbeiterin des Kreises für Migration) und Meral Qajrauoui (Vorgängerin von Sabine Thomas). Last, but not least begrüßte er Behzad Borhani, Frank Esser und Volker Rehm von der Sportjugend Hessen („unsere wichtigen Partner und Freunde!“).
Schmidt bezeichnete die Sport-Coaches als Vorbilder und dankte ihnen für ihr Engagement innerhalb der Gesellschaft für die Integration im und um den Sport. Er bestärkte sie, ihre Arbeit fortzusetzen. „Wir müssen aufpassen, dass Ehrenamtliche nicht überfordert und dass keine Grenzen überschritten werden“, so Schmidt weiter. „Auch einmal Nein zu sagen, muss erlaubt sein.“
Landrat Frank Kilian unterstrich, dass Sport verbindet. Daher sei das ehrenamtliche Engagement der Sport-Coaches ein wichtiges Element, um Verständnis füreinander zu wecken und in miteinander Sport zu treiben. Er erinnerte auch an das Projekt „GIB – Gemeinsam Integration Bewegen“, bei dem der Sportkreis unter Beteiligung des Turngaues Mitteltaunus, eben diese Idee frühzeitig erkannt und umgesetzt habe. Abschließend dankte er dem Land Hessen für die bereitgestellten Mittel.
„Die Integration von Schutzsuchenden wird uns in den kommenden Jahren weiter fordern.
Der Sport ist dabei ein wichtiger Baustein zur Integration von Menschen, da er Barrieren, wie z. B. Sprache, Religion, Kultur und Nationalität aufzuheben vermag. Er hält den kurzen einfachen Weg zu einem direkten Anschluss in der neuen Heimat bereit“, betonte Beuth in seinem Grußwort. Die Sport-Coaches seien die wesentlichen Akteure der Umsetzung des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“ und somit das Scharnier zwischen Sportinitiativen und Flüchtlingen. „Dank ihnen wird der Sport zum Integrationsmotor. Sie ebnen Geflüchteten den Weg zu den Sportvereinen und sind die Garanten des Erfolgs und die Seele des Landesprogramms“, so der Minister weiter.
Bereits im Jahr 2016 habe die Landesregierung das Landesprogramm „Sport und Flüchtling“ ins Leben gerufen. „Das Programm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und die Resonanz der Kommunen und Gemeinden ist riesig“, freute sich der Minister. Mittlerweile seien in 244 Gemeinden über 320 Sport-Coaches aktiv. Im Jahr 2017 habe das Land Hessen rund 1,7 Millionen Euro für das Landesprogramm bewilligt. Für den Doppelhaushalt 2018/19 seien erneut jährlich 2,4 Millionen Euro vorgesehen. „Das Förderprogramm ‚Sport und Flüchtlinge‘, das wir gemeinsam mit der Sportjugend Hessen aufgelegt haben,  hat sich als richtige Maßnahme zur richtigen Zeit erwiesen“, so Beuth weiter. Allerdings machte er auch deutlich, dass Flüchtlinge, die kein Bleiberecht erhalten, das Land verlassen müssten. Dabei könne es auch von den Sport-Coaches betreute Personen treffen. Er übereichte den anwesenden Sport-Coaches als Dank ein Polo-Shirt und wünschte ihnen bei der künftigen Arbeit viel Spaß.   
Behzad Borhani und Volker Rehm (Sportjugend) übernahmen anschließend die Moderation. Borhani berichtete von seiner eigenen gelungenen Integration, dass er u. a. selbst als kleiner Junge eingeladen wurde, doch einfach mal mit zu trainieren, obwohl er noch kein Wort Deutsch sprach und auch nicht Fußball spielen konnte. Heute ist er im Vorstand der Sportjugend Hessen. Zudem erinnerte er daran, dass man 2016 mit drei Sport-Coaches in drei Städten angefangen habe und dieses Modell erfolgreich auf das ganze Land übertragen habe. „Hessen hat den Ansturm der Flüchtlinge im Gegensatz zu anderen Bundesländern mit Bravour bewältigt“, konstatierte er.
Danach wurden in Gruppen Erfahrungen ausgetauscht. Die Gruppe der Coaches erarbeitete folgende Gesichtspunkte: Die Coaches sind keine Therapeuten, sie können keine Traumata aufarbeiten. Sie können alle Sportarten fördern, auch in freien Gruppen, wenn sie an Sportvereine „angedockt“ sind. Förderungsfähig sind auch kulturelle Angebote, die das Wir-Gefühl stärken können.
Es wurde zudem eine große Zahl an Vorschlägen für die weitere Arbeit der Sport Coaches erarbeitet( z. B. Tag der offenen Tür zur Präsentation der Sportangebote, Gymnastik mit Kinderbetreuung, Zumba, Sport und Deutschkurs kombinieren, Newsletter und Facebook-Seiten in verschiedenen Sprachen). Von allen Anwesenden wurde festgestellt, dass im Rahmen des Erfahrungsaustausches neue Ideen entwickelt wurden und man damit im Jahr 2018 weiterarbeiten könne.
Schmidt bedankte sich am Ende des Abends ganz herzlich bei der Sportjugend, den Sport-Coaches für das Engagement und Janina Röhrig, die das Regionaltreffen zeichnerisch festhielt. Weitere Treffen zur Netzwerkarbeit sind  angesagt. Text: Michael Reitz


Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt (l.) begrüßte die Sport-Coaches und die Ehrengäste, darunter der Minister des Innern und für Sport Peter Beuth (3.v.l.) und Landrat Frank Kilian (vorne r.). Foto MRM


Der Minister des Innern und für Sport Peter Beuth hatte für die Sport-Coaches als persönliches Dankeschön Polo-Shirts mitgebracht. Foto: MRM


Minister des Innern und für Sport Peter Beuth (r.) dankte den Sport-Coaches und den Verantwortlichen der Sportkreise und der Hessischen Sportjugend für ihr großartiges Engagement. Foto: MRM


Janina Röhrig hielt das Regionaltreffen der Sport-Coaches zeichnerisch fest. Foto: MRM

4.11.2017 Nassauische Neue Presse

 
 
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