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veröffentlicht am 14.06.2018

Sportabzeichen ist feste Größe in Deutschland

Rheingau-Taunus-Kreis ehrt Sportler

Sportabzeichen ist feste Größe in Deutschland


Die erfolgreichen Absolventen des Sportabzeichen-Wettbewerbes 2017 mit Sportdezernent Hans Rodius (rechts) und Sportkreis-Chef Manfred Schmidt (Mitte). Foto: Sportkreis

Auch im nunmehr 105. Jahr des Bestehens geht an der „Olympiade des kleinen Mannes (respektive der kleinen Frau)“, wie es ein Teilnehmer formulierte, kein Weg vorbei. „Das Sportabzeichen ist eine feste Größe in Deutschland“, freute sich Sportkreis-Vorsitzender Manfred Schmidt dann auch. Knapp 800.000 Sportler erwarben 2017 den „Deutschen Breitensportorden“ bundesweit, 1.856 davon steuerte der Rheingau-Taunus-Kreis bei; immerhin 22 mehr als im Vorjahr. Am Mittwoch zeichneten Sportdezernent Hans Rodius und Manfred Schmidt die erfolgreichen Teilnehmer aus und sparten dabei nicht mit Lob für die erbrachten, sportlichen Leistungen jedes Einzelnen. Zudem gab es für die Prüferinnen und Prüfer mit den zahlenmäßig meisten abgenommenen Einzelprüfungen Urkunden.
Um die Anforderungen des Sportabzeichens erreichen zu können, bedarf es laut Schmidt und Rodius einer schweißtreibenden Vorbereitung. „So einfach von der Couch runter und schnell mal auf die Tartanbahn oder aufs Fahrrad, um das Sportabzeichen zu erhalten, geht es nicht“, weiß der Sportkreis-Vorsitzender aus eigener Erfahrung. Mit Schwager Jürgen Kröckel und seinem „Vize“ Helmut Heisen absolviert er die Fahrradstrecke. „Das motiviert und wir spornen uns gegenseitig kräftig an, wenn der eine oder andere seinen Tiefpunkt hat“, erzählt Schmidt. Das Gemeinschaftsgefühl, ob auf der Fahrradstrecke, bei den leichtathletischen Disziplinen oder beim Schwimmen, steigert die Laune und das sportliche Leistungsvermögen ungemein, nannte er sein Erfolgsrezept.
Das Sportabzeichen hat auch für Rodius „einen großen Wert, was in der Gesellschaft gerne vergessen wird“. Der Sportdezernent: „Wer heute hier im Saal sitzt, der hat eine Top-Leistung individuell und für sich ganz persönlich abgeliefert.“ Doch trotz der Leistung winke kein Auftritt in einer der vielen Sportsendungen im Fernsehen. Lobenswert fand Rodius zudem, dass das Sportabzeichen alle Generationen zusammenführt. Kopfzerbrechen bereitet dem Sportdezernenten nur die Teilnehmerzahlen, die sich auf einem mittleren Niveau einpendeln. Von der Rekordzahl aus dem Jahr 2009 mit 3.610 Absolventen sei der Kreis weit entfernt. „Es geht aber wieder – in kleinen Schritten – aufwärts“, so Rodius und dies sei auch ein Erfolg. Gemeinsam mit Schmidt warb er für das Deutsche Sportabzeichen 2018. Manfred Schmidt: „Nehmt Freunde, Verwandte, Bekannte, Menschen mit Beeinträchtigungen und Migrationshintergrund mit und zeigt ihnen, wie positiv der Sportabzeichen-Wettbewerb ist!“
Anschließend überreichten Schmidt und Rodius die Urkunden und den „Breitensportorden“ an die erfolgreichsten Vereine, Schulen und an die Prüferinnen und Prüfer.

Bei den Vereinen bis 250 Mitglieder: 1. St. Vincenz-Stift aus Aulhausen (22 Sportabzeichen bei 80 Mitgliedern), 2. SV Hohenstein (21/128), 3. SCC Taunusstein (2/147). Vereine bis 500 Mitglieder: 1. TuS Königshofen 1898 (51/416), 2. TSV Engenhahn (15/468), 3. TV Strinz Margarethä (9/410). Vereine bis 750 Mitglieder: 1. TG Hallgarten 1890 (98/582), 2. TV Michelbach 1903 (38/625), 3. TSG Erbach 1888 (30/683). Vereine über 750 Mitglieder: 1. TG Niedernhausen (99/791), 2. TG Winkel 1846 (84/909), 3. TSV Walluf (103/1.325)
 
Kategorie Prüferinnen und Prüfer: 1. Walter Fischer vom TV Idstein 900 Einzelprüfungen, 2. Patricia Nägler von der TG Hallgarten 388, 3. Regina Stratmann-Albert TSV Walluf 360, 4. Jürgen Kröckel TG Winkel 321, 5. Monika Hüttel TG Niedernhausen 310, 6. Isabell Berthold TS Geisenheim 144, 7. Doris Eschborn TG eltville 140, 8. Kerstin Gresens TV Michelbach 136, 9. Silke Deuker TuS Königshofen 80, 10. Arthur Bund TG Niedernhausen 79.
 
In der Kategorie Schulen unter 400 Schülern: 1. Wörsbachschule (Idstein) 98 Abzeichen bei 145 Schülern, 2. Montessori-Schule Idstein 95/174, 3. Emely-Salzig-Schule Geisenheim 57/250. Schulen über 400 Schüler: 1. Theißtalschule Niedernhausen 194/895), Nikolaus-August-Otto-Schule Bad Schwalbach 107/1.010, Gymnasium Eltville 28/782.
Text: Dr. Christoph Zehler

18.6.2018 Focus Online
 
 
 
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