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veröffentlicht am 08.07.2019

100 Jahre SSV 1919 Hattenheim

Akademische Feier



v.l. Jürgen Gerster, Peter Merten, Klaus Wenzl, Manfred Schmidt, Wolfgang Kopainski. Foto: Pascal Rojahn

Sportkreisvorsitzender Manfred Schmidt freute sich die herzlichen Glückwünsche, zum stolzen Jubiläum des SSV 1919 Hattenheim, von dem Präsidenten des Landessportbundes Dr. Rolf Müller und die des Sportkreises Rheingau Taunus mit einem Dankeschön für die Einladung zur heutigen Feierstunde zu überbringen. Schmidt konnte nicht verhehlen, dass es auch schön sei, dass der Sport den Reigen der Grußworte eröffne.
Die Gründungsmitglieder hätten vor 100 Jahren sicherlich noch nicht in diesem Umfang geahnt, dass der Sport und die Vereine in unserer Gesellschaft einen solch hohen Stellenwert einnehmen werden, wie er ihn heute erlangt habe.
Der Sport sei der "praktische Arzt am Krankenbett des Deutschen Volkes" wie schon Konrad Adenauer 1923 sagte. Was würde er wohl heute sagen, wo Kommerz und Doping sich immer mehr ausbreiten?
Schmidt fuhr mit Sätzen zum Ehrenamt fort. Er sei mit Dr. Müller der festen Überzeugung, dass Ehrenamt eine Lust und keine Last sei. Es gäbe auch keinen Grund, mit tiefen Kummer und Sorgenfalten durch die Welt zu laufen und zu klagen, dass man sich Tag und Nacht für andere verzehrt.
Wer von seinem eigenen Engagement überzeugt ist und dies auch zeige,  wirkt motivierend. Wer macht ernsthaft etwas freiwillig, wenn er nicht auch Spaß an der Aufgabe habe? Ohne Freude gibt es eigentlich kein Engagement.
Man zieht für die eigene Persönlichkeit Nutzen und Gewinn, findet Anerkennung und irgendwo auch eine Selbstverwirklichung.
Freiwillig handelnde Ehrenamtliche hätten aber  nichts gegen Anerkennung und sie freuten sich über ein aufrichtig gemeintes Dankeschön. Für diese freiwillige und unentgeltliche Aufgabe der Ehrenamtler gilt es eine große Anerkennung auszusprechen. 100 Jahre Vereinsgeschichte sind 100 Jahre Tradition, die es zu erhalten gilt, 100 Jahre Idealismus, mit Verlängerung in die Zukunft, 100 Jahre immer wieder den Herausforderungen stellen aber auch Fair Play und Ausgrenzung von Chaoten, Jugendarbeit, Gesundheits-Sport und Einlassen auf den demographischen Wandel.
Schmidt wünschte dem Verein, seinen Mitgliedern und dem Vorstand alles Gute für die Zukunft und dass er in einer Gesellschaft in der manchmal der Egoismus die Oberhand gewinnen will, Vereine manchmal als Dienstleister und Reparaturbetrieb angesehen werden, das der Verein immer die richtigen Weichen stellt. Er dankte für die vorbildliche Jugendarbeit und das Einbringen des Vereines in das gesamte Ortsgeschehen.
Im Namen des Landessportbund Hessen übergab Schmidt eine Urkunde sowie einen Gutschein in Höhe von € 500,00 der für eine Ausbildung oder Investitionen im Baubereich oder Anschaffung von Sportgeräten genutzt werden kann. Vom Sportkreis erhielt die Jugend noch mit humorvollen Worten einen Fair Trade Ball. Text: Michael Hoyer


v.l. Klaus Wenzl, Manfred Schmidt. Foto: Pascal Rojahn
 
 
 
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