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veröffentlicht am 03.08.2021

Sweep beim Heimspiel

Baseball Bundesliga in Corona Zeiten

Sweep beim Heimspiel


Home Plate-Schiedsrichter Terrance Prince James, Schlagmann Virgilio "Billy" Fabal (STORM), Catcher Boris Feldmann (Darmstadt Whippets). Foto Michael Hoyer

Der Referent Öffentlichkeitsarbeit, im Vorstand des Sportkreis Rheingau-Taunus, besuchte auf Einladung des Baseball- und Softball-Club Hünstetten STORM e.V. das Heimspiel gegen die Darmstadt Whippets, in der 2. Bundesliga. Gespannt verfolgte er den Spielverlauf. Im Spielmodus beim Baseball wird Hin- und Rückspiel in einer Serie an einem Tag gespielt. Beide Spiele wurden von Storm gewonnen. Dieser glatte Sieg, in einer Serie von Spielen, wird eben „Sweep“ genannt. der Gegner wurde „vom Platz gefegt“.
Nachdem das erste Spiel knapp im 7. Und letzten Inning mit 3:2 gewonnen wurde, fiel das Ergebnis in der zweiten Begegnung deutlicher aus. Das zweite Spiel endete vorzeitig nach fünf Innings durch die „Mercy Rule“-Regel, nach der ein Spiel endet, wenn eine Mannschaft mehr als zehn Punkte Vorsprung hat. Das Spiel endete bei einem Spielstand von 14:2 für STORM. Mit diesem Doppelsieg bestätigte STORM den zweiten Tabellenplatz hinter den Mainz Athletics. Um den Meistertitel in greifbarer Nähe zu halten, braucht STORM in den nächsten beiden Spielen zwei Siege.
In der Pause zwischen den Spielen hatte Michael Hoyer die Gelegenheit mit dem ersten Vorsitzenden des BSC Hünstetten STORM, Sebastian Willsch, über die weiteren Planungen des Vereins und deren Zeit während der Corona Pandemie zu sprechen.
„Corona war sehr schwierig für uns, da uns die erste Welle unmittelbar in der Vorbereitung auf unsere erste Saison auf der neuen Anlage und als eigener Verein getroffen hat.“ (Der Verein wurde im Oktober 2019 gegründet. Es handelte sich um eine Ausgründung der Baseball Abteilung der SG Hünstetten. Zum 1.1.2020 trat die Abteilung in den neuen Verein ein.)
Willsch äußerte sich weiter, dass ohne Trainings- und Spielbetrieb das übliche Vereinsleben so gut wie gar nicht mehr stattgefunden habe. Natürlich war der Vorstand weiter über digitale Kommunikationsmittel arbeitsfähig, aber die Vorstandsarbeit bestand vor allem im Warten auf die Nachrichten über den immer weiter verschobenen Saisonstart. Schlußendlich meldete sich der Verein für 2020 komplett vom offiziellen Spielbetrieb ab, was straffrei aufgrund der Pandemie möglich war.
Im Sommer konnte der Verein dann zumindest in kleinen Gruppen trainieren und ein paar Freundschaftsspiele organisieren. Das Wintertraining in der Halle ist 2020/21 aber komplett ausgefallen und infolge der dritten Welle hat sich der Saisonstart in der 2. BL auch immer wieder verschoben. Besonders die Bundes-Notbremse hat vor allem zu Konfusion bei Verein, Verband und auch den Behörden geführt, ob STORM zumindest für die 2. BL (erfasst vom Spitzensport-Erlass des HMdIS) wieder angelaufenen Trainingsbetrieb aufrechterhalten darf. Letztendlich wurde dies, zur Erleichterung des Vereins, positiv beschieden, so Willsch.
Anfang Juni konnte der Verein offiziell, unter Corona Bedingungen, den Start mit Ehrengästen feiern. Die 2. Bundesliga startete wieder nach der langen Pandemie Pause. „Wir hoffen nun, dass wir im Nachwuchs und mit der 2. Mannschaft auch über den Winter weiter trainieren dürfen und nächstes Jahr eine volle Saison haben. Alles andere würde uns auch substanziell bedrohen, nachdem die große Mehrheit der aktiven Mitglieder nun fast zwei komplette Saisonen verloren haben“ so Willsch. Auch die Jugend und der Nachwuchs des Vereins wartet sehnsüchtig darauf, dass wieder Normalität einkehrt und wieder trainiert werden kann.
Der Verein spielt bereits seit 2017 in der 2. Bundesliga und ist damit einer von lediglich drei Vereinen aus Hessen, neben Darmstadt und Bad Homburg. Nach einem zweiten Tabellenplatz 2018 konnte 2019 die Gruppe gewonnen werden. Dies ist auch das Ziel der Sportler und des Vereins unter der Führung von Sebastian Willsch. Wenn dieses Ziel erreicht wird, geht es nicht um den Aufstieg in die 1. Bundesliga, da aufgrund der Corona Pandemie in der Saison alle Auf- und Abstiege komplett ausgesetzt sind.
Zu einem Aufstieg in die 1. Bundesliga sagte Willsch: „Einen Aufstieg in die 1. Bundesliga haben wir uns ohnehin erst perspektivisch für die nächsten 5 Jahre vorgenommen. Das ist nämlich vom Budget wie auch von den Lizenzanforderungen her (u. a. ist eine Flutlichtanlage gefordert, die voraussichtlich eine Investition von deutlich über einer halben Million Euro erforderlich macht), aus der 2. BL eine mächtige Stufe nach oben. Dazu brauchen wir in jedem Fall noch einige zusätzliche Sponsoring-Partner, die das mit uns angehen wollen.“
Michael Hoyer beglückwünschte den ersten Vorsitzenden zu der neuen Baseballanlage mit dem Namen Dickman Field in Hünstetten, welches eine Bereicherung für die Sportlandschaft im Rheingau-Taunus ist. Er bedankte sich nochmals für die Einladung, die interessanten Einblicke in den Baseballsport und wünschte Willsch, dem Verein und seinen Sportlern weiterhin viel Erfolg und viele Sponsoren. Text: Michael Hoyer


Home Plate-Schiedsrichter Terrance Prince James, Schlagmann Max Vetter (Darmstadt Whippets), Catcher Emilio Abreu (STORM). Foto: Michael Hoyer

Pitcher Gian Franco Rizzo (STORM), im Hintergrund Third Baseman Max Schulz (STORM). Foto: Michael Hoyer

Home Plate-Schiedsrichter Terrance Prince James, Schlagmann Yves Bendrien (STORM), Catcher Boris Feldmann (Darmstadt Whippets), Im Hintergrund Manager Arlen Barrera (STORM) Foto: Michael Hoyer

Foto 081: Home Plate-Schiedsrichter Terrance Prince James, Schlagmann Alan Belen STORM), Catcher Boris Feldmann (Darmstadt Whippets). Foto: Michael Hoyer






 
 
 
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