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veröffentlicht am 30.09.2021

Ehrung für Paralympics-Gewinnerin Natascha Hiltrop

Inklusionsbotschafterin Natascha Hiltrop

Landrat Frank Kilian (l.) und der Sportkreisvorsitzende Markus Jestaedt (r.) ehrten gemeinsam Natascha Hiltrop, die bei den Paralympics eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte.	Foto: MRM – Michael-Reitz-Medienbüro
Landrat Frank Kilian (l.) und der Sportkreisvorsitzende Markus Jestaedt (r.) ehrten gemeinsam Natascha Hiltrop, die bei den Paralympics eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte. Foto: MRM – Michael-Reitz-Medienbüro

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Cafeteria des Kreishauses zeichneten Landrat Frank Kilian und der Vorsitzende des Sportkreises Rheingau-Taunus Markus Jestaedt die Schießsportlerin Natascha Hiltrop, die bei den Paralympics in Tokio Gold und Silber gewonnen hatte, mit der goldenen Sportnadel des Kreises aus und gratulierten zu diesem großartigen Erfolg.

Markus Jestaedt begrüßte die Gäste und gratulierte Natascha Hiltrop zu dieser tollen Leistung bei den Paralympics. In einem filmischen Rückblick ließ man die Erfolge der Schießsportlerin, die beim Schützenverein Falke Dasbach trainiert, kurz Revue passieren: Goldmedaille mit dem Luftgewehr mit einem Vorsprung von 0,1 Ringen, was gleichzeitig paralympischen Rekord bedeutete, Silber im Dreistellungskampf (der Königsdisziplin der Schützen) sowie einen weiteren paralympischen Rekord. „Aufgrund dieser Erfolge wurden Sie als Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier ausgewählt – das ist natürlich eine ganz besondere Ehre“, unterstrich der Sportkreisvorsitzende.

Im Anschluss befragte Jestaedt die Sportlerin in einem lockeren Interview zu ihren Eindrücken beim Wettkampf. „Ich wusste vor dem letzten Schuss gar nicht, dass es so knapp war“, räumte Hiltrop ein, „aber ich konzentriere mich voll auf meinen Wettkampf und dabei bekomme ich meist nicht mit, wie die anderen schießen.“ Beim zweiten Wettkampf habe sie vor dem letzten Schuss noch in Führung gelegen, sei dann aber ein bisschen nervös geworden, sodass es dann „nur“ Silber geworden sei.

Landrat Kilian unterstrich, dass die Initiative für diese Ehrung vom Sportkreis ausgegangen sei und der Kreis diese sehr gerne aufgegriffen habe. Der Rheingau-Taunus-Kreis habe derzeit nur einen aktuellen Olympioniken (den Handballer Johannes Golla), dennoch gebe es viele erfolgreiche Sportler, die in nichtolympischen Sportarten (Rhönrad, Dart etc.) erfolgreich seien. Er gratulierte Natascha Hiltrop zu dieser außergewöhnlichen Leistung. Zudem brachte er seinen Stolz zum Ausdruck, dass sich Hiltrop bereit erklärt habe, als Botschafterin für Projekt „Modellregion Sport und Inklusion“ tätig zu werden. Das sei eine wichtige Aufgabe. Es zeige eine gewisse Weitsicht, dass Natascha Hiltrop im neuen Jahrbuch des Kreises im Rahmen eines Portraits vorgestellt werde, wobei die Wahl bereits zu Jahresbeginn getroffen worden sei. „Trotz der Erfolge sind Sie bescheiden geblieben und deshalb sind sie eine hervorragende Botschafterin für den Schießsport in Deutschland“, betonte der Landrat abschließend. Zusammen mit dem Sportkreisvorsitzenden überreichte er der erfolgreichen Sportlerin die Goldene Sportnadel, einen Blumenstrauß und einen Gutschein.

Zum Abschluss der Feierstunde stellte Werner Koch, der im Sportkreisvorstand als Referent für Inklusion und Vereinsförderung zuständig ist, das Pilotprojekt „Modellregion Sport und Inklusion“ vor, das schon im Jahr 2020 starten sollte. Land- und Sportkreis wollen dabei ein dichtes Netz von Inklusionsangeboten knüpfen. Die großartige Leistung von Natascha Hiltrop werde diesem Vorhaben sicher neuen Schub geben. „Nach der Pandemie werden wir durchstarten“, betonte Koch.
Text: Michael Reitz

v.l.n.r. Markus Jestaedt (1. Vorsitzender Sportkreis), Natascha Hiltrop (Inklusionsbotschafterin des Rheingau-Taunus-Kreis). Werner Koch (Referent Inklusion und Vereinsförderung Sportkreis)
v.l.n.r. Markus Jestaedt (1. Vorsitzender Sportkreis), Natascha Hiltrop (Inklusionsbotschafterin des Rheingau-Taunus-Kreis). Werner Koch (Referent Inklusion und Vereinsförderung Sportkreis) Foto: MRM – Michael-Reitz-Medienbüro

 
 
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