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veröffentlicht am 19.11.2015

Andreas Brehme: „Fußballprofi ist ein toller Job!“

Vortrag eines Weltmeisters und Fußballnationalspielers

Andreas Brehme: „Fußballprofi ist ein toller Job!“


Auch beim Tischfußball ist der ehemalige Fußballnationalspieler Andreas Brehme (2.v.l.) gut in Form, sehr zur Freude des Sportkreisvorsitzenden Manfred Schmidt (l.) und seiner Stellvertreter Uschi Ferry (5.v.l.) und Helmut Heisen (3.v.l.) sowie Gastgeber Ernst Schmitz (3.v.r.).Foto: MRM

Rheingau-Taunus-Kreis/Idstein – (MRM) Im Rahmen seines Vortrags beim Sportkreis Rheingau-Taunus berichtete der ehemalige Fußballnationalspieler und Weltmeister Andreas Brehme über sein Leben im Dienste des Fußballs. Rund 150 Zuhörer waren ins Casino der Firma Ernst Schmitz Logistics in Idstein gekommen, um die Ausführungen des 86fachen Fußballnationalspielers zu verfolgen.
Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt bat zu Beginn seiner Begrüßung um eine Gedenkminute für die Opfer der Terroranschläge von Paris. Er konnte zu dieser beliebten Veranstaltungsreihe erneut eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Gastgeber Ernst Schmitz, der an diesem Abend gleichzeitig seine Premiere als Interviewer absolvierte. Schmidt erläuterte, dass Brehme zwischen 1984 und 1994 86 Mal für die Nationalmannschaft spielte und dabei acht Tore erzielte. Das wohl wichtigste Tor seiner Karriere habe der gebürtige Hamburger per Elfmeter im WM-Finale 1990 gegen Argentinien erzielt.
Zur Einstimmung wurden kurze Berichte über die WM-Endspiele 1954,1974 und 1990 gezeigt. Brehme berichte im Anschluss authentisch, locker und witzig über seine lange Karriere als Fußballprofi und Trainer und fand dabei in Schmitz einen guten Gegenpart. Der heute 55-jährige, der eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker durchlief, machte seine ersten fußballerischen Schritte vor genau 50 Jahren beim HSV Barmbeck-Uhlenhorst. Im Jahr 1980 wechselte er zum 1. FC Saarbrücken, wo er seinen ersten Profivertrag bekam und zum U21-Nationalspieler avancierte. Weitere Stationen in seinem bewegten Leben waren der 1. FC Kaiserslautern, der FC Bayern München, Inter Mailand („meine schönste Zeit mit etlichen nationalen und internationalen Erfolgen“), Real Saragossa und zum Abschluss der Profikarriere erneut Kaiserslautern. Bei seinem Wechsel zu Bayern München im Jahr 1986 war er mit zwei Millionen DM der bis dato teuerste Transfer der Bundesliga. Kommentar von Brehme dazu: „Die Bayern kaufen eben alles …“ und hatte damit einmal mehr die Lacher auf seiner Seite.
„Es war für mich das größte, als ich Nationalspieler geworden bin“, betonte Brehme, der zudem berichten konnte, dass er mit vielen guten Trainern zusammengearbeitet habe – angefangen von Kalli Feldkamp und Otto Rehhagel über Jupp Heynckes und Udo Lattek bis hin zum legendären Giovanni Trapattoni („Ich habe fertig!“).
Natürlich war auch der legendäre Elfmeter, der Deutschland 1990 zum Weltmeister machte, an diesem Abend ein Thema. „Das Schwierigste war, dass ich etliche Minuten waren musste. Es ist viel besser, wenn man direkt schießen kann“, erinnerte sich Brehme, der 1989 „Fußballer des Jahres“ in Italien war. Dann sei auch noch Rudi Völler zu ihm gekommen und habe gesagt: „Wenn Du den reinmachst, sind wir Weltmeister!“ „Das hätte ich nicht gedacht. Du kannst ihn gerne selber schießen“, habe er geantwortet. Das Ergebnis ist bekannt ….Nach seinem Karriereende machte der Defensivspieler den Trainerschein. Er beerbte in Kaiserslautern („der FCK liegt mir immer noch am Herzen!“) Otto Rehhagel und trainierte den Verein zwei Jahre lang. Weitere Stationen waren Unterhaching und Co-Trainer von  Giovanni Trapattoni in Stuttgart. Danach zog sich Brehme ins Privatleben zurück. In Sachen Fußball ist er als Vertreter einer großen Sportartikelfirma viel unterwegs.
„Fußballprofi ist ein toller Job und ich liebe den Fußball“, zog Brehme ein positives Resümee. „Aber man muss immer hart an sich arbeiten.“
Der Sportkreisvorsitzende dankte Brehme für den interessanten Vortrag und Schmitz, der seinen Part „locker vom Hocker“ erledigt habe. Zusammen mit seinen Stellvertretern Uschi Ferry und Helmut Heisen überreichte er Brehme einen Präsentkorb, den REWE zur Verfügung gestellt hatte. Text: Michael Reitz


Der Sportkreisvorsitzende Manfred Schmidt (l.) und seine Stellvertreter Uschi Ferry (l.)und Helmut Heisen (r.)  überreichten Andreas Brehme (Mitte) einen Präsentkorb. Mit im Bild Axel Kittler und Benedict Schandry (2.u.3.v.l. beide REWE) sowie Gastgeber Ernst Schmitz (2.v.r.), Foto: MRM

19.11.2015 Wiesbadener Kurier,


v.l. Ernst Schmitz, Andreas Brehme, Manfred Schmidt, Helmut Heisen. Foto MRM


der mit interessierten Zuhörern gefüllte Saal, rechts neben Helmut Heisen, Erica Fischbach (Präsidentin des Hessischen Bobverbandes) und Uschi Ferry. Foto: MRM
 
 
 
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