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veröffentlicht am 10.12.2015

Erfolgreiche Integrationsarbeit wird fortgesetzt

Stadt Idstein sagt Unterstützung zu

Erfolgreiche Integrationsarbeit wird fortgesetzt


Bürgermeister Christian Herfurth (l.) begrüßte zur Gesprächsrunde (v.l.) den Sportkreisvorsitzenden Manfred Schmidt, Meral Qajraoui (Sportkreismitarbeiterin), Nuray Turan (Gemeindemitglied), Müjde Durmaz (ausgebildete Übungsleiterin im Rahmen des „GIB“-Projektes, Hassan Agirbas (Imam der Türkisch-Islamischen Gemeinde) und Abdullah Kanal (Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde). Foto: MRM         

Idstein – (MRM) Zu einem Informationsaustausch hatte Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth Vertreter des Sportkreises Rheingau-Taunus und der Türkisch-Islamischen Idstein ins Rathaus eingeladen. Alle Beteiligten waren sich im Rahmen des Gesprächs darüber einig, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre in Zukunft intensiviert und fortgesetzt werden soll.
Bürgermeister Christian Herfurth konnte zu dieser Gesprächsrunde den Sportkreisvorsitzenden Manfred Schmidt und seine Mitarbeiterin Meral Qajraoui sowie Hassan Agirbas (Imam der Türkisch-Islamischen Gemeinde), Abdullah Kanal (Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde), Nuray Turan (Frauenvorsitzende) und Müjde Durmaz (ausgebildete Übungsleiterin im Rahmen des „GIB“-Projektes) begrüßen.
Zunächst stellten Schmidt und Meral Qajraoui das Projekt „GIB – Gemeinsam Integration Bewegen“ vor, dessen Ziel es ist, Frauen und Mädchen mit Zuwanderungsbiographien durch Qualifizierung und Ausbildung stärker in das soziale Leben einzubinden und durch stärkere Teilhabe am organisierten Vereinssport deren Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Schmidt erläuterte, dass man in den vergangenen sechs Jahren im Kreis bei der Ausbildung von Frauen mit Migrationshintergrund zu Übungsleiterinnen gut vorangekommen sei. „Immer wieder haben wir Steine ins Wasser geworfen, sei es bei unseren Vereinen, den Migranten-Organisationen, den Präventionsräten und den Integrationslotsen – und sie haben Kreise gezogen, positive Kreise“, so Schmidt. Der Sportkreisvorsitzende erinnerte zudem daran, dass in den vergangenen knapp sechs Jahren bereits mehr als 60 Frauen zu Übungsleiterinnen ausgebildet werden konnten. „Darauf sind wir sehr stolz“, erklärte Schmidt, verwies aber auch darauf, dass dabei die Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert besitze. Er dankte zudem der Stadt Idstein für die vielfältige Unterstützung seit Beginn des Projekts.
Herfurth dankte allen Beteiligten für die engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren. Er unterstrich, dass er auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Integrationsarbeit setze und sagte die weitere Unterstützung der Stadt zu. Auch die Vertreter der türkisch-islamischen Gemeinde sicherten weiterhin ihre Unterstützung zu. Das bestehende Netzwerk solle weiter ausgebaut und ggf. durch weitere Partner ergänzt werden.
Es wurde zudem vereinbart, dass als nächste Schritte weitere Gespräche mit den Vereinen und den bereits ausgebildeten Übungsleiterinnen geführt werden sollen. Auch in puncto Nachhaltigkeit sollen individuelle Konzepte entwickelt werden. Dabei gehe es auch um die Zukunftssicherung der Sportvereine. „Es gilt daher mehr Frauen mit Migrationshintergrund in die Sportvereine zu bringen und sie für ehrenamtliche Aufgaben im Sport zu gewinnen“, so Schmidt. „So wirken sie auch als Multiplikatorinnen, Botschafterinnen und Vorbilder in ihren Herkunftsgemeinden und können den Vereinen auf diese Weise neue Mitgliederschichten erschließen.“  Zudem wollen die Beteiligten Bewegungsangebote für Frauen/Mädchen und Kinder zu in den Idsteiner Vereinen anbieten.
Alle Beteiligten zogen somit ein positives Resümee und zeigten sich daher überzeugt, dass die erfolgreiche Integrationsarbeit in der Hexenturmstadt auch in Zukunft erfolgreich fortgesetzt werden kann. Text: Michael Reitz


Foto: MRM
11.12.2015 Wiesbadener Tagblatt
 
 
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