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Sportlerehrung im Kloster Eberbach

Ein besonderer Ort für besondere Leistungen

Sportlerehrung im Kloster Eberbach
Kloster Eberbach. Ein besonderer Ort für besondere Leistungen: Am 19. September lud der Kreis Rheingau-Taunus zusammen mit dem Sportkreis zur diesjährigen Sportlerehrung ins Kloster Eberbach ein. Zahlreiche erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, Mannschaften sowie engagierte Vereinsmitglieder wurden für ihre Leistungen und ihren Einsatz ausgezeichnet. Durch den festlichen Nachmittag führte Markus Jestaedt, erster Vorsitzender des Sportkreises Rheingau-Taunus. Zu den Ehrengästen gehörten unter anderem, Ann-Kathrin Linsenhoff, ehemalige Olympiasiegerin und heutige Beauftragte für das Sportland Hessen, sowie Sebastian Macho, Vorstandsmitglied der Stiftung Kloster Eberbach. Auch weitere Lokalpolitiker und Landtagsabgeordnete waren als politische Gäste geladen. Landrat Sandro Zehner stellte insbesondere die Bedeutung des Breitensports heraus: Ohne Breitensport kein Spitzensport, machte er deutlich. Mehr als 40 Prozent der rund 200.000 Einwohnerinnen und Einwohner des Rheingau-Taunus-Kreises sind in Sportvereinen organisiert. Für Zehner ein eindrucksvoller Beleg dafür, welchen Stellenwert Sport und Ehrenamt in der Gesellschaft haben. Auch angesichts angespannter öffentlicher Haushalte solle diese Bedeutung erhalten bleiben. Der Sport dürfe nicht als beliebige Größe betrachtet werden, sondern leiste einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Werte wie Zusammenhalt, Verantwortung und gegenseitiges Miteinander würden in den Vereinen gelebt – und seien zugleich zentrale Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. Sebastian Macho griff diesen Gedanken auf und bezeichnete den Sport als verbindendes Element. Eine besonders persönliche Perspektive brachte Ann-Kathrin Linsenhoff ein. Die ehemalige Olympiasiegerin berichtete von ihren eigenen Erfahrungen und dem Gewinn ihrer Olympiamedaille. Die Faszination Olympischer Spiele, so Linsenhoff, könne regelrecht „süchtig“ machen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sportliche Erfolge niemals allein entstehen: Trainer, Eltern, Freunde und Familien seien ein entscheidender Teil des Weges zum Erfolg. Und Erfolge gab es an diesem Nachmittag reichlich zu feiern. Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler wurden für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Auch Menschen, die sich in ihren Vereinen über viele Jahre engagieren und dort besondere Verantwortung übernehmen, standen im Mittelpunkt der Ehrung. Neben den Einzelauszeichnungen wurden auch Menschen im Ehrenamt, Mannschaften und Sportabzeichen gewürdigt. Dabei erhielten unter anderem Schulen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis eine Auszeichnung für eine besonders hohe Beteiligung am Deutschen Sportabzeichen. Auch Vereine, deren Mitglieder sich in großer Zahl der sportlichen Herausforderung gestellt hatten, wurden geehrt.

Für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgten Auftritte zwischen den Ehrungsblöcken. Eine Gruppe des Reit- und Fahrvereins Idstein zeigte eine Voltigier-Darbietung auf einem Voltigierbock und gab damit einen eindrucksvollen Einblick in die Sportart. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Lina Lehmann von der TSG Ohren, die als Weltmeisterin mit einer eindrucksvollen Tanzperformance das Publikum begeisterte. Den Abschluss des offiziellen Ehrungsteils gestaltete Hans Rodius, Dezernent für Sport und Ehrenamt des Rheingau-Taunus-Kreises. Mit seinem Beitrag endete der offizielle Teil der Veranstaltung, bevor die Gäste bei Getränken und Essen in geselliger Runde den Nachmittag ausklingen ließen. Dabei wurde noch einmal deutlich, worum es bei der Sportlerehrung neben Medaillen, Titeln und Erfolgen vor allem geht: um die Menschen, die den Sport mit Leben füllen – auf dem Spielfeld, im Training und im Ehrenamt.


Gruppenfoto aller zu Ehrenden auf der Bühne, Foto: Jennifer Wypych

veröffentlicht am 24.09.2026